Heizungssysteme
Heizungswasseranalyse gemäß ÖNORM H 5195-1
Zweck einer Heizungswasseruntersuchung
Der Hauptzweck besteht also darin, potenzielle Abweichungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu schwerwiegenden Schäden durch Steinbildung sowie etwa durch Korrosion, Kalkablagerungen oder Verschlammung führen. Die Analyse stellt also einen Nachweis für die aktuelle Qualität des Heizungswassers dar und bildet die Basis für gezielte Maßnahmen zur Verbesserung.
Warnsignale für notwendige Heizungswasseranalysen
Trübes oder verfärbtes Heizungswasser
Ungewöhnliche Geräusche im Heizsystem (Gluckern, Pfeifen)
Verminderte Heizleistung trotz korrekter Einstellungen
Erhöhter Energieverbrauch ohne erkennbaren Grund
Häufige Störungen an Umwälzpumpen oder Ventilen
Korrosionserscheinungen an zugänglichen Teilen des Systems
Ungleichmäßige Wärmeverteilung in den Heizkörpern
Gründe für regelmäßige Heizungswasseranalysen
Effizienzsteigerung
Kostenersparnis
Die Kosten für eine Heizungswasseranalyse sind im Vergleich zu potenziellen Reparaturkosten minimal. Durch frühzeitige Erkennung und Behebung von Abweichungen können teure Schäden vermieden und die Lebensdauer der Anlage verlängert werden.
Korrosionsschutz
Korrosion stellt eine der wesentlichen Ursachen für Schäden an Heizsystemen dar. Die Komponenten bestehen aus einer Vielzahl von Materialien, darunter Kupfer, Eisen und Aluminium. Eine regelmäßige Analyse hilft, korrosionsfördernde Faktoren zu identifizieren.
Heizungswasseranalyse: Der Ablauf im Überblick
Entnahme einer repräsentativen Wasserprobe aus dem Heizsystem, üblicherweise aus dem Rücklauf.
Erfassung wichtiger Anlagendaten wie Heizleistung, Wasserinhalt, verwendete Inhibitoren sowie verbaute Materialien.
Untersuchung der Probe auf relevante Parameter gemäß ÖNORM H 5195-1 oder anderen anwendbaren Standards.
Vergleich der Messwerte mit den Sollwerten und Identifikation von Abweichungen.
Detaillierter Analysebericht mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Wiederherstellung der normativ vorgeschriebenen Beschaffenheit des Heizwassers.
Heizungswasseranalyse: Der Ablauf im Überblick
Unsere Experten helfen Ihnen, die Analyseergebnisse richtig zu verstehen und die optimalen Maßnahmen für Ihre Heizungsanlage zu ergreifen.
| Parameter | Bedeutung | Sollwert (gemäß ÖNORM H 5195) | Mögliche Probleme bei Abweichung |
|---|---|---|---|
| pH-Wert | Maß für den sauren oder basischen Charakter des Wassers |
8,2 – 10,5 (bei Stahl/Guss)
8,2 – 8,5 (bei Aluminium) |
Korrosion bei zu niedrigem pH, Ablagerungen bei zu hohem pH |
| Elektrische Leitfähigkeit | Maß für den Gesamtsalzgehalt | Nicht angegeben | Erhöhte Korrosionsgefahr, Ablagerungen |
| Gesamthärte | Calcium- und Magnesiumgehalt | Nicht angegeben | Kalkablagerungen, verminderte Wärmeübertragung |
| Sauerstoff | Korrosionsfördernder Faktor | Nicht angegeben | Verstärkte Korrosion |
| Chloridgehalt | Korrosionsfördernder Faktor |
< 30 mg/l
|
Lochkorrosion, besonders bei Edelstahl |
| Eisengehalt | Indikator für Korrosion |
< 0,5 mg/l
|
Hinweis auf aktive Korrosion im System |
Unsicherheit bei der Interpretation?
Professionelle Labordienste vs. Schnelltests
Professionelle Probenahme und Laboranalyse
Normative Vorgaben
Überraschungen!
Ihre Entscheidung!
Eine regelmäßige Heizungswasseranalyse ist nicht nur eine Empfehlung, sondern ein entscheidender Beitrag zum Schutz und zur langfristigen Betriebssicherheit von Heizungsanlagen. Die ÖNORM H 5195 in ihren drei Teilen gibt klare Richtlinien vor, wie Heizungsanlagen durch korrekt aufbereitetes Wasser vor Funktionsstörungen, Korrosion und Ablagerungen geschützt werden können.
Die Heizungswasseranalyse liefert dabei eine fundierte Entscheidungsgrundlage: Sie zeigt auf, ob das Anlagenwasser den normativen Anforderungen entspricht – und falls nicht, bieten sich gezielte Lösungen an, um die Wasserqualität zu verbessern und Schäden vorzubeugen.